Tagesordnungspunkt

TOP 2: Sport- und Jugendheim Neufinsing, Statik

BezeichnungInhalt
Sitzung:20.10.2014   GR/009/2014 
Beschluss:einstimmig beschlossen
Abstimmung: Anwesend: 15, Ja: 15, Nein: 0
DokumenttypBezeichnungAktionen

Zu diesem Tagesordnungspunkt begr├╝├čt B├╝rgermeister Kressirer Herrn Architekt Heilmaier sowie den Statiker Herrn Foschum. Aufgrund der statischen Gegebenheiten der zu erhaltenden Bausubstanz des bestehenden Sch├╝tzenheims und des Schie├čstandes kann die mit den Vereinen abgestimmte und vom Gemeinderat beschlossene Planung nicht umgesetzt werden.

 

Herr Foschum erl├Ąutert die statischen Probleme, die am Sport- und Jugendheim aufgetreten sind. Die urspr├╝ngliche statische Berechnung des Schie├čstandes konnte vom Sch├╝tzenverein nicht mehr komplett vorgelegt werden. In deren Unterlagen waren nur noch die Positionspl├Ąne enthalten. Die Verwaltung hat dann im Bayerischen Staatsarchiv in M├╝nchen den Bericht des Pr├╝fstatikers gefunden. Aus diesem Bericht geht hervor, dass die Statik des Sch├╝tzenschie├čstandes auf eine Verkehrslast von 870 kg pro m┬▓ ausgelegt ist. F├╝r die vorhandene Teilbebauung ├╝ber dem Sch├╝tzenstand resultiert bereits eine Verkehrslast von 970 kg pro m┬▓. Das geplante Geb├Ąude mit EG und OG muss mit 1.025 kg/qm Eigenlast angenommen werden. Das Bestandsgeb├Ąude des Schie├čstandes ist jedoch nur f├╝r Eigenlasten von 810 kg/qm ausgelegt. Die geplante Bebauung w├╝rde das bestehende Untergeschoss um mindestens 26 % ├╝berlasten. Hierzu w├╝rde kein Statiker, Pr├╝fstatiker oder das Landratsamt eine Zustimmung erteilen.

 

Nach diesem Gesichtspunkt kann nur ein Stockwerk auf das Sch├╝tzenheim gebaut werden. Tats├Ąchlich befinden sich zwei Stockwerke auf dem Geb├Ąude. Bei der Dachsanierung und Aufstockung des Sport- und Jugendheimes sah die Eingabeplanung im 1. Obergeschoss urspr├╝nglich nur einen Speicher vor, in dem keine Nutzlast angesetzt wurde. Bei der Dachsanierung und Aufstockung wurde nur das zus├Ątzliche Gewicht des Geb├Ąudes angesetzt und darauf hingewiesen, dass diese Lasten unerheblich sind und die Statik des Bestandes nicht weitergehend gepr├╝ft werden muss. Im Jahr 1998 wurde eine Nutzungs├Ąnderung des Speichers in einen Probenraum und einen Allzweckraum genehmigt. Eine weitere statische ├ťberpr├╝fung hat nicht stattgefunden.

 

Herr Heilmaier legt aufgrund dieses Sachverhaltes mit einer Handskizze dar, wie das Raumprogramm an die statischen Gegebenheiten angepasst werden kann. Das UG k├Ânnte unver├Ąndert bleiben. Im EG m├╝ssten die Nutzungen Gastst├Ątte und FC getauscht werden. Weiters k├Ânnte statt dem geplanten Lagergeb├Ąude der Theatersaal errichtet werden. Ein 1. OG w├╝rde es nur noch im Bereich des Neubaus geben, in dem der Burschenverein untergebracht werden kann.

 

Die geplanten Lagerr├Ąume f├╝r FC Finsing, Burschenverein und Gemeinde m├╝ssten bei diesem Nutzungskonzept entfallen.

 

B├╝rgermeister Kressirer teilt mit, dass bei weiteren ├ťberlegungen zus├Ątzlich noch die Idee entstanden ist, das komplette Sportgel├Ąnde umzuplanen und eine neue Trib├╝ne mit Umkleiden, Lagerr├Ąumen, Aufenthaltsr├Ąumen und B├╝ro ├Ąhnlich wie in Moosinning zu errichten.

 

Herr Heilmaier stellt hierzu zwei Entw├╝rfe vor, die neben der obengenannten Trib├╝ne auch eine neue Parkplatzanlage f├╝r ca. 170 Stellpl├Ątze beinhalten. Damit k├Ânnte k├╝nftig sichergestellt werden, dass der gesamte Besucherverkehr f├╝r die Nutzungen auf den Fu├čballpl├Ątzen sowie des Sport- und Jugendheims ├╝ber die Stra├če ÔÇŁAm SteinfeldÔÇť abgewickelt wird. Die Anliegerstra├čen Buchenweg und Kastanienweg k├Ânnten somit von diesem Verkehr entlastet werden.

 

Bei den Varianten mit Trib├╝ne w├Ąre statt dem Neubauteil am Sport- und Jugendheim nur noch ein kleiner Technikanbau notwendig.

 

Im Gemeinderat entsteht eine angeregte Diskussion. Besonders die Finanzierung der Ma├čnahme und die Belange des Immissionsschutzes m├╝ssen zun├Ąchst ├╝berpr├╝ft werden. Weiters besteht das Problem, dass sich nicht der gesamte derzeitige Trainingsplatz im Eigentum der Gemeinde befindet.


Beschluss:

 

Der Gemeinderat beauftragt den ersten B├╝rgermeister, mit dem Eigent├╝mer des Trainingsplatzes Kontakt aufzunehmen sowie die immissionsschutzrechtlichen Belange ├╝berpr├╝fen zu lassen.