Tagesordnungspunkt

TOP 4: Sportgelände Neufinsing, Finanzierung einer TribĂĽne mit Umkleide- und Nebenräumen sowie eines Rasenspielfeldes

BezeichnungInhalt
Sitzung:19.10.2015   GR/039/2015 
Beschluss:mehrheitlich beschlossen
Abstimmung: Anwesend: 15, Ja: 13, Nein: 2
DokumenttypBezeichnungAktionen

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrĂĽĂźt BĂĽrgermeister Kressirer Herrn Architekt Markus Heilmaier.

 

Herr Heilmaier erläutert, dass aufgrund der vom FC Finsing gemeldeten Daten (Mitgliederzahl, Anzahl der Mannschaften, etc.) 6 Umkleiden mit zugehörigen Sanitäranlagen und Lagerräumen vom Bayerischen Landes-Sportverband als förderfähig angesehen werden. Die Tribünenanlage an sich ist allerdings nicht förderfähig. Hintergrund ist, dass vom BLSV nur Räume gefördert werden, die unmittelbar notwendig sind, um Sport zu betreiben.

 

Das Untergeschoss liegt bis zu einer Höhe von 1,60 m unter der Geländeoberfläche. Hier wurden 5 Umkleiden mit dazugehörigen Duschen und WCs untergebracht. Auf der gegenüberliegenden Seite wurden Lagerräume angebracht, die unter den Stufen der Tribüne liegen.

Anstatt der 6. Umkleide wurde auf Wunsch des FC Finsing zwischen zwei Umkleiden ein Besprechungsraum eingefügt, der von beiden Umkleiden und vom Flur her begehbar ist. Dieser Besprechungsraum mit den angegliederten Umkleiden ist für die Heimmannschaften des FC Finsing angedacht. Im Besprechungsraum können sich die Spieler vor Spielbeginn noch einmal sammeln und besprechen. Außerdem kann dieser Raum auch zur Nachbesprechung und zum Beisammensein genutzt werden.

Zudem befinden sich im Untergeschoss der Sanitätsraum, der nah am Eingang angeordnet ist sowie zwei Umkleiden für Schiedsrichter.

 

Im Obergeschoss wurden neben den Tribünenstufen Besucher-WCs, ein Kiosk, der Platzwartraum, Heizungs- und Lüftungsraum sowie zwei Außengeräteräume angeordnet.

Die Tribüne gliedert sich in 6 Reihen mit zweimal 144 Sitzplätzen.

 

Herr Heilmaier erläutert, welche Räume und Gebäudeteile förderfähig sind und welche nicht. In den Finanzierungsvarianten wird hier nämlich deutlich unterschieden. Nicht förderfähig sind der Besprechungsraum, der Kiosk, die Besucher-WCs und die Tribüne inklusive dem Tribünendach. Das Dach über den Räumen ist förderfähig.

 

Die Finanzierungsvarianten basieren auf einer Gesamtkostenschätzung von 2.510.000,00 €. Hierin enthalten sind das Tribünengebäude, die Tribünenüberdachung, die Tribünenanlage, ein Rasenspielfeld und 45 Parkplätze.

 

GL Fryba erläutert fünf Finanzierungsvarianten. Die Förderung des BLSV wird nur gewährt, wenn der FC Finsing mindestens 10 % der Kosten für die förderfähigen Anteile übernimmt.

 

Die Förderung des BLSV liegt in allen Varianten bei 308.000,00 €. Es handelt sich dabei um einen Anteil von 20 % aus den förderfähigen Kosten des Tribünengebäudes, aus dem Dach über den Räumen und aus einem Rasenspielfeld.

 

Die Finanzierungsvariante 1 sieht eine Kostenbeteiligung des FC Finsing von 10 % an den förderfähigen Anteilen vor. Dies ergibt eine Kostenbeteiligung von insgesamt 154.000,00 € für den FC Finsing. Es handelt sich dabei um den Mindestanteil des Vereins, damit der BLSV die Anlage fördert. Für die Gemeinde Finsing ergibt sich eine Kostenbeteiligung von 2.048.000,00 €.

 

Die 2. Variante sieht vor, dass der FC Finsing sowohl bei den förderfähigen Anteilen als auch bei den nicht förderfähigen Anteilen mit 10 % an den Kosten beteiligt wird. Diese würde in der Summe mit 242.000,00 € abschließen. Die Gemeinde Finsing müsste dann Kosten in Höhe von 1.960.000,00 € tragen.

 

Die Varianten 3 bis 5 sehen Kostenbeteiligungen des Vereins in Höhe von 330.000,00 €, 418.000,00 € und 902.000,00 € vor.

 

Die Kostenbeteiligung des Vereins kann auch durch Eigenleistungen erbracht werden.

 

Der FC Finsing wäre in jedem Fall der Bauherr der Maßnahme. Die Gemeinde Finsing muss voraussichtlich in finanzielle Vorleistung gehen, da der BLSV die Förderung erst nach Abschluss der Baumaßnahme auszahlen wird.

 

GR Heilmair erbittet eine Stellungnahme vom FC Finsing zu den Finanzierungsvarianten.

Nachdem von den Mitgliedern des Gemeinderats keine Einwendungen vorgebracht werden, erteilt BĂĽrgermeister Kressirer dem Vorstand des FC Finsing, Herrn Christian Numberger, das Wort.

 

Herr Numberger führt aus, dass der FC Finsing grundsätzlich gerne bereit ist, Eigenleistungen in das Projekt einzubringen. Ob eine Summe von 242.000,00 € für Variante 2 durch Eigenleistungen finanziert werden kann ist auch davon abhängig, wie diese konkret angerechnet werden. Auf den ersten Blick erscheint Herrn Numberger die Summe von 242.000,00 € zwar sehr hoch, aber unter Umständen machbar. Eine Kostenbeteiligung des Vereins entsprechend der Varianten 3 bis 5 sieht der Vorstand als nicht möglich an.

 

 


Beschluss:

 

Der Gemeinderat spricht sich grundsätzlich dafür aus, dass der FC Finsing Eigenleistungen in Höhe von ca. 250.000,00 € erbringen soll. Dies entspricht in etwa der Finanzierungsvariante 2, die einen Anteil des FC Finsing von 10 % aus förderfähigen und nicht förderfähigen Kosten beinhaltet. Der Gemeinderat beauftragt Herrn Architekt Markus Heilmaier, mit dem FC Finsing zu prüfen, wie die Kostenbeteiligung durch Eigenleistung konkret erbracht werden kann.