Tagesordnungspunkt

TOP 2: Vorstellung eines Entwurfs und der Kostenberechnung zur Verbesserung der Niedrig- bis Mittelwasserf√ľhrung der Gf√§llach

BezeichnungInhalt
Sitzung:30.11.2015   GR/041/2015 
Beschluss:mehrheitlich beschlossen
Abstimmung: Anwesend: 14, Ja: 12, Nein: 2
DokumenttypBezeichnungAktionen

Zu diesem Tagesordnungspunkt begr√ľ√üt B√ľrgermeister Kressirer die Herren Preiss und Schuster vom Ingenieurb√ľro Preiss & Schuster sowie Herrn H√∂schl vom Wasserwirtschaftsamt M√ľnchen.

In der Sitzung am 29.07.2015 hat sich der Gemeinderat erstmals mit der Wasserf√ľhrung der Gf√§llach befasst. Das Ingenieurb√ľro Preiss & Schuster wurde mit der Erstellung eines Entwurfes und der Kostenberechnung f√ľr eine Zuleitung von Wasser aus dem Viertelbach √ľber den Graben entlang des Kirchenwegs bis zum Quellbereich der Gf√§llach beauftragt.

 

Herr Preiss stellt die Entwurfsplanung vor. Einleitend erl√§utert er die Rohrf√ľhrung vom Viertelbach √ľber die Stra√üe Am Bachableiter. Geplant ist hier eine Rohrleitung DN 600, die in Teilf√ľllung eine Wassermenge von 90 l pro Sekunde vom Viertelbach in den Graben am Kirchenweg ausleitet. Die genaue Abflussmenge kann durch einen handbetriebenen Schieber gesteuert werden. Im weiteren Verlauf des Grabens m√ľssen einige Durchl√§sse mit einer Rohrleitung DN 500 vergr√∂√üert oder erneuert werden. Aufgrund des sehr geringen Gef√§lles von 2 bis 3 Promille zwischen dem Bachableiter und der Ortschaft Eicherloh ist die richtige H√∂henlage der einzelnen Durchl√§sse sehr wichtig.

 

Auf H√∂he des Badeweihers ist dann eine Ausleitung geplant, die die Wassermenge von 90 l pro Sekunde in den Badeweiher f√ľhrt. Auch hier soll zur Regelung ein Schieber im Graben eingebaut werden. Bei geschlossenem Schieber soll das Wasser in den Badeweiher geleitet werden. √Ėffnet man den Schieber, flie√üt es ohne Ausleitung durch den Weiher Richtung Eicherloh. Auf der Westseite des Weihers entsteht der Ablauf bei dem das Wasser wieder mit einer Rohrleitung DN 500 in den Entw√§sserungsgraben zur√ľckgef√ľhrt wird. Durch die geplante Zu- und Ablaufsituation wird das Wasser des Badeweihers ungef√§hr alle 10 Tage komplett ausgetauscht. Der Wasserstand des Badeweihers bleibt dann nahezu konstant.

 

Auf Anfrage des Gemeinderates wird erl√§utert, dass der Badeweiher hierdurch voraussichtlich um ca. 2-3 ¬įC k√ľhler wird. Das Wasser wird sich aber gerade in den Sommermonaten schnell wieder erw√§rmen, sodass das Baden trotzdem angenehm bleibt.

 

Bei der Kreuzung des Entw√§sserungsgrabens mit der Dorfen gibt es einige Probleme zu bew√§ltigen. Insbesondere muss an dieser Stelle auf die bestehenden Gasleitungen R√ľcksicht genommen werden. Die Gf√§llach muss unter der Dorfen durchgef√ľhrt werden, wobei hier nur ¬†ein Gef√§lle von ca. 1,6 Promille vorhanden ist. Geplant ist ein D√ľker mit einem Schlammfangschacht. √úber diesen D√ľker sollen 40 bis 50 l/s Richtung Eicherloh und das Naturschutzgebiet geleitet werden. Das restliche Wasser soll in die Dorfen abgeleitet werden. Bei Hochwassergefahr f√ľr Eicherloh kann der Wasserdurchfluss durch den D√ľker abgesperrt und das gesamte Wasser in die Dorfen abgeleitet werden.

Auf Anfrage erl√§utert Herr Preiss, dass durch die Ma√ünahme, die sich √ľber 2,5 km erstreckt, kein l√§ngerer Einfluss auf den Grundwasserspiegel zu erwarten ist. Bei Bedarf kann nach der¬† Fertigstellung im Bereich der Ausleitung aus dem Bachableiter feink√∂rniger Waschschlamm aus der Kiesaufbereitung im Bachbett eingebaut werden, der die Grabensohle zus√§tzlich abdichtet.

 

Die Berechnung der Baukosten schlie√üt mit 309.319,08 ‚ā¨ brutto ab, wobei f√ľr den D√ľker an der Dorfen allein ca. 70.000,00 ‚ā¨ veranschlagt wurden. Die Gesamtkosten incl. Ingenieurhonorar liegen bei ca. 350.000,00 ‚ā¨

 

B√ľrgermeister Kressirer erkl√§rt, dass vom Wasserwirtschaftsamt M√ľnchen eine F√∂rderung von bis zu 75 % f√ľr die Ma√ünahmen zur Verbesserung der Wasserf√ľhrung in der Gf√§llach in Aussicht gestellt wurde. F√ľr den Ein- und Auslauf des Badeweihers ist die F√∂rderm√∂glichkeit noch ungewiss. Vom ehemaligen 2. B√ľrgermeister der Gemeinde Moosinning wurde auch bereits signalisiert, dass eine Kostenbeteiligung m√∂glich w√§re. Eine weitere F√∂rderm√∂glichkeit besteht unter Umst√§nden durch den Naturschutzfond. Er schl√§gt vor, dass die Gemeinde Finsing einen Anteil von 50.000,00 ‚ā¨ als Eigenanteil √ľbernehmen sollte, da durch diese Ma√ünahme auch die Wasserqualit√§t des Badeweihers verbessert werden kann.


Beschluss:

 

Der Gemeinderat beauftragt den 1. B√ľrgermeister, mit der Gemeinde Moosinning √ľber eine Kostenbeteiligung zu verhandeln, die Ma√ünahme mit dem Wasserwirtschaftsamt und dem Landratsamt Erding zur besprechen und die erforderlichen Antr√§ge auf Zuwendung und wasserrechtliche Erlaubnis zu stellen. Im Haushaltsplan 2016 sind Ausgaben in H√∂he von 350.000,00 ‚ā¨ und Einnahmen in H√∂he von 300.000,00 ‚ā¨ einzustellen. ¬†