Tagesordnungspunkt

TOP 6: Aufstellung des Bebauungsplans "Eibenweg" (ehemalig "Mischgebiet Föhrenweg-West") im Verfahren nach § 13 a BauGB; Aufstellungs- und Billigungsbeschluss

BezeichnungInhalt
Sitzung:16.12.2015   GR/042/2015 
Beschluss:einstimmig beschlossen
Abstimmung: Anwesend: 16, Ja: 16, Nein: 0
DokumenttypBezeichnungAktionen

Zu diesem TOP begrĂŒĂŸt BĂŒrgermeister Kressirer Herrn Schaser vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum MĂŒnchen. Herr Schaser erlĂ€utert den Vorentwurf des Bebauungsplans „Eibenweg“. Der Bebauungsplan „Eibenweg“ soll den bestehenden Bebauungsplan „Mischgebiet Föhrenweg West“ ersetzen. Die wesentlichste Änderung zum bestehenden Bebauungsplan ist die Änderung der Art der baulichen Nutzung. Im bestehenden Bebauungsplan wurde als Baugebietsart ein Mischgebiet festgesetzt. Dies entspricht allerdings nicht den tatsĂ€chlich vorhandenen Nutzungen im Baugebiet. Betrachtet man die tatsĂ€chlichen Nutzungen ist das Baugebiet als „allgemeines Wohngebiet“ gem. § 4 BauNVO einzustufen.

 

Dieser Tatsache wird im Rahmen des Aufstellungsverfahrens des Bebauungsplans „Eibenweg“ Rechnung getragen. Die Baugebietsart wird als „allgemeines Wohngebiet“ festgesetzt. Vorab wurde eine schalltechnische VertrĂ€glichkeitsuntersuchung durch das IngenieurbĂŒro Greiner aus Germering, hinsichtlich der GewerbegerĂ€usche vom angrenzenden Umspannwerk, durchgefĂŒhrt. Die schalltechnische VertrĂ€glichkeitsuntersuchung hat ergeben, dass sowohl wĂ€hrend der Tageszeit als auch wĂ€hrend der Nachtzeit die Immissionsrichtwerte der TA LĂ€rm fĂŒr allgemeine Wohngebiete deutlich unterschritten werden.

 

Die Festsetzung der Art der baulichen Nutzung als „allgemeines Wohngebiet“ hat zur Folge, dass die bestehende GrundflĂ€chenzahl von 0,6 angepasst werden muss. GemĂ€ĂŸ § 17 BauNVO darf die GrundflĂ€chenzahl in allgemeinen Wohngebieten die Obergrenze von 0,4 nicht ĂŒberschreiten. Im Bebauungsplan “Eibenweg“ wird eine maximal zulĂ€ssige GrundflĂ€chenzahl von 0,3 festgesetzt. Eine Überschreitung der maximal zulĂ€ssigen GrundflĂ€chenzahl durch die GrundflĂ€chen von Garagen und StellplĂ€tze mit ihren Zufahrten sowie Nebenanlagen nach § 19 Abs. 4 BauNVO bis zu einem Wert von 0,6 ist zulĂ€ssig. Durch Tiefgaragen ist eine Überschreitung bis zu einem Wert von 0,8 zulĂ€ssig. Eine ÜberprĂŒfung der Bebauung im Baugebiet Eibenweg hat ergeben, dass sĂ€mtliche vorhandenen Hauptbaukörper die GrundflĂ€chenzahl von 0,3 unterschreiten.

 

Im Bebauungsplan „Eibenweg“ wird eine offene Bauweise festgesetzt, welche kĂŒnftig nur noch als Einzel- oder Doppelhausbebauung umgesetzt werden kann.

 

Die maximal zulÀssige traufseitige Wandhöhe wird aufgrund des technologischen Fortschritts im Bereich der DÀmmung und Heizung um 10 cm erhöht.

 

Als Dachdeckungsmaterial von geneigten DĂ€chern sind nur ziegelrote bis rotbraune

und anthrazitfarbige Ziegel bzw. Dachpfannen zulÀssig.

 

Die öffentlichen VerkehrsflĂ€chen wurden an die bestehende StraßenfĂŒhrung im Eibenweg angepasst. Der Wendehammer wurde aufgelöst. Auf den neu entstandenen FlĂ€chen wurden die ĂŒberbaubaren FlĂ€chen erweitert. Die öffentlichen StellplĂ€tze im Bereich des Wendehammers wurden aufgrund der neuen StraßenfĂŒhrung an die Nordseite des Eibenweges verlegt.

 

Die weiteren Festsetzungen aus dem Bebauungsplan „Mischgebiet Föhrenweg West“ wurden ĂŒbernommen.

 

Der Bebauungsplan „Eibenweg“ soll im Verfahren nach § 13 a BauGB als Bebauungsplan der Innenentwicklung aufgestellt werden.


Beschluss:

 

Der Gemeinderat beschließt die Aufstellung des Bebauungsplans „Eibenweg“, als Bebauungsplan der Innenentwicklung, im beschleunigten Verfahren nach § 13 a Abs. 2 BauGB.

Der vorlĂ€ufige rĂ€umliche Geltungsbereich umfasst die GrundstĂŒcke mit den Fl.-Nrn. 439 (TeilflĂ€che), 474, 474/2, 474/3 (TeilflĂ€che), 474/4, 474/5, 474/6, 474/7, 474/8, 474/9, 474/10, 474/11, 474/12, 474/13, 474/14, 474/15, 474/16, 474/17, 474/18, 474/19, 474/20, 474/21, 474/22, 474/23 und 474/24.

GemĂ€ĂŸ § 13a Abs. 2 Nr. 1 BauGB wird von einer UmweltprĂŒfung gem. § 2 Abs. 4 BauGB und einem Umweltbericht gem. § 2a Nr. 2 BauGB sowie der Angabe nach § 3 Abs. 2 Satz 2 BauGB, welche Arten umweltbezogener Informationen verfĂŒgbar sind, sowie von einer zusammenfassenden ErklĂ€rung nach § 10 Abs. 4 BauGB abgesehen.

 

 

Beschluss:

 

Der Gemeinderat billigt den Vorentwurf des Bebauungsplans in der Fassung vom 16.12.2015 und beauftragt die Verwaltung, die frĂŒhzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit (§ 3 Abs. 1 BauGB) und frĂŒhzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen TrĂ€ger öffentlicher Belange (§ 4 Abs. 1 BauGB) durchzufĂŒhren.