Tagesordnungspunkt

TOP 2: Neubau eines Rasenspielfeldes fĂĽr die Grund- und Mittelschule Finsing; Vorstellung der Entwurfsplanung

BezeichnungInhalt
Sitzung:25.07.2016   GR/070/2016 
Beschluss:einstimmig beschlossen
Abstimmung: Anwesend: 14, Ja: 14, Nein: 0
DokumenttypBezeichnungAktionen

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrĂĽĂźt der 1. BĂĽrgermeister den Fachplaner Herrn Kerfers vom LandschaftsarchitektenbĂĽro Lex-Kerfers Das BĂĽro wurde vom Gemeinderat mit der Planung zum Neubau eines Rasenspielfeldes fĂĽr die Grund- und Mittelschule Finsing beauftragt.

 

Herr Kerfers erläutert zunächst die Lage des Rasenspielfeldes. Es handelt sich um das östliche geplante Spielfeld am Sportgelände Neufinsing. Das Grundstück ist östlich und südlich von nicht ausgebauten Feldwegen umgeben. Die Zufahrt erfolgt über die nördlich angrenzende Straße „Am Steinfeld“. An der Westseite wird das neue Hauptspielfeld für den FC Finsing entstehen. Direkt über dem geplanten Spielfeld verlaufen drei Hochspanungsfreileitungen. Alle Firmen wurden um Stellungnahme bezüglich der Standorte der Flutlichtmasten gebeten, da die Masten bis zu 16 m hoch sind. Von einer Firma wurde bereits mitgeteilt, dass keine Bedenken bestehen. Eine Firma hat mitgeteilt, dass die Aufstellung unter Auflagen möglich ist. Dies wird im Baugenehmigungsverfahren genau geprüft. Die Stellungnahme des dritten Leitungseigentümers fehlt noch. Davon ist abhängig, ob eine Flutlichtanlage mit 4 oder 6 Masten möglich ist. Bei 6 Masten wäre eine bessere Ausleuchtung gewährleistet.

 

Das Spielfeld hat die Abmessung von 105 x 68 m. Umlaufend befindet sich ein 1 m breiter Sicherheitsstreifen und anschließend ein weiterer hindernisfreier Rasenstreifen von ca. 2-3 m. Das Spielfeld soll eingefriedet werden. Vorgesehen ist hierzu ein Stabmattengitterzaun mit einer Höhe von 2 m an der Südseite und Ostseite, wobei hinter dem Tor ein ca. 20 m langer Ballfangzaun mit 5 m Höhe geplant ist. Der Ballfangzaun darf bis in eine Höhe von 2 m nicht zu besteigen sein, das heißt die Maschen des Zauns müssen dementsprechend eng werden. Die Nordseite wird mit einem Zaun in Höhe von 1,20 m zu den geplanten Stellplätzen abgegrenzt. Insgesamt sind 6 Ballholtore und Zugänge eingeplant. Die 36 Stellplätze auf der Nordseite des Spielfeldes, die erst zu einem späteren Zeitpunkt errichtet werden sollen, sind jeweils in Gruppen zu 4 Stellplätzen eingeteilt und durch eine Grünfläche mit einem heimischen Baum abgegrenzt. Die Bäume haben alle einen Kronenansatz in Höhe von mindestens 2,50 m. Vorgesehen ist die Ausführung der Stellplätze mit Betonsteinpflaster mit Rasenfugen.

 

Das Gelände weist ein schwaches Gefälle von 0,30 m von der Süd-Ost-Ecke zur Nord-West-Ecke des Spielfelds auf. Für die Begradigung wird zunächst die durchschnittlich 34 cm starke Oberbodenschicht abgetragen. Die darunterliegende Rotlageschicht wird anschließend im Massenausgleich planiert. Hierauf wird eine 18 cm dicke Sorptionsschicht und 12 cm dicke Rasentragschicht eingebaut. Zur Entwässerung des Spielfeldes sind ca. alle 14 m Drainagegräben, eventuell mit Vollsickerrohren geplant, die das Oberflächenwasser zu einem Sammler im Norden zwischen dem Spielfeld und den Stellplätzen leiten, damit es dort versickern kann.

Die Entwässerung der Stellplätze erfolgt ebenfalls über die Sammlung des Oberflächenwassers mittels Rohrsystem und wird dann durch eine Sickerrigole zwischen Spielfeld und Stellplätzen abgeleitet.

 

Die Kostenschätzung schließt mit 549.780,00 € brutto ab, wobei 136.080,00 € für die Parkplätze und die Zufahrt und 413.700,00 € für das Spielfeld anfallen. Es ist hier eine Flutlichtanlage mit 6 Masten sowie die Bewässerung einkalkuliert. Das Terminkonzept stellt auf realistische Witterungsbedingungen ab. Wenn der Gemeinderat der Planung in der heutigen Sitzung zustimmt, kann unmittelbar mit der Vorbereitung der Ausschreibung begonnen werden. Die Ausschreibung kann dann im Zeitraum vom 16.08.2016 bis 06.09.2016 erfolgen. In der Sitzung am 19.09.2016 ist die Vergabe der Aufträge geplant, sodass noch im Oktober 2016 Baubeginn sein kann. In den Wintermonaten wird aufgrund der Witterung voraussichtlich keine Bauausführung möglich sein. Die Fertigstellung ist für Ende Mai 2017 kalkuliert. Nach der Fertigstellung muss das Rasenspielfeld eine volle Vegetationsperiode ruhen, bevor es Ende Mai 2018 in Betrieb genommen werden kann.

 

Die Gemeinderatsmitglieder stellen noch einige Fragen zur Baumaßnahme, der Kostenschätzung und dem Terminkonzept. Im Anschluss an die Beschlussfassung bedankt sich Bürgermeister Kressirer bei Herrn Kerfers für seine Ausführungen.


Beschluss:

 

Der Gemeinderat stimmt der vorgestellten Entwurfsplanung des Landschaftsarchitekturbüros Lex-Kerfers in der Fassung vom 25.07.2016 zu. Der 1. Bürgermeister wird beauftragt, den Bauantrag einzureichen, den Zuwendungsantrag zu stellen und die Maßnahme nach Vorliegen aller Genehmigungen öffentlich auszuschreiben.