Tagesordnungspunkt

TOP 6.1: Geb√ľhrenbedarfsberechnung

BezeichnungInhalt
Sitzung:28.11.2016   GR/083/2016 
Beschluss:mehrheitlich beschlossen
Abstimmung: Anwesend: 16, Ja: 15, Nein: 1
DokumenttypBezeichnungAktionen

B√ľrgermeister Kressirer teilt mit, dass der Wasserpreis der Trinkwasserversorgung Finsing, die die Ortsteile Finsing, Finsingerau und Neufinsing versorgt, seit 01. Januar 2010 stabil bei 0,71 ‚ā¨/m¬≥ zuz√ľglich Mehrwertsteuer liegt. Die erh√∂hten technischen Anforderungen, das fortschreitende Alter der Versorgungsanlage sowie die allgemeine Preissteigerung machen es nunmehr erforderlich, den Wasserpreis entsprechend einer neuen Geb√ľhrenkalkulation zu erh√∂hen. Die Verwaltung hat mit Hilfe eines Kalkulationsprogramms die Wassergeb√ľhren f√ľr die n√§chsten Jahre kalkuliert.

 

GL Fryba informiert den Gemeinderat √ľber die einzelnen Werte, die bei der Kalkulation angesetzt werden. Die Geb√ľhrenkalkulation f√ľr eine Wasserversorgung bezieht sich immer auf die vergangenen vier Jahre und die zuk√ľnftigen vier Jahre. Die Verluste oder die Gewinne der letzten vier Jahre sind in der vierj√§hrigen Zukunftsperiode auszugleichen. F√ľr die vergangenen vier Jahre wurde eine Unterdeckung in H√∂he von 96.780,00 ‚ā¨ ermittelt. Dies bedeutet, dass j√§hrlich ein Verlustanteil in H√∂he von 24.195,00 ‚ā¨ anzusetzen ist. In die Geb√ľhrenberechnung flie√üen auch die Aufwendungen f√ľr die Wasserversorgung, die Ertr√§ge und die Einnahmen f√ľr Verbrauchsgeb√ľhren ein. Weiters muss das Anlageverm√∂gen, die f√ľr die Investition eingenommenen Beitr√§ge sowie die Abschreibung und die Verzinsung des Anlagekapitals ber√ľcksichtigt werden. Bei den Zukunftsinvestitionen ist die Verwaltung davon ausgegangen, dass f√ľr die Erneuerung des Hochbeh√§lters und mehrerer Leitungsstr√§nge in der Ortschaft Finsing keine Verbesserungsbeitr√§ge erhoben werden, sondern die Finanzierung √ľber die Geb√ľhren erfolgt. Hierf√ľr wurden Kosten in H√∂he von netto 1,3 Millionen Euro in der Kalkulation veranschlagt.

 

Ein Wasserversorger hat grunds√§tzlich die M√∂glichkeit, die Einnahmen √ľber die verbrauchsabh√§ngige Geb√ľhr pro m¬≥ Wasser und eine verbrauchsunabh√§ngige Grundgeb√ľhr zu verteilen. Wichtig ist, dass eine verbrauchsabh√§ngige Geb√ľhr √ľberwiegt und mindestens 60 % der Einnahmen √ľber die verkaufte Wassermenge abgerechnet werden. Bei der Grundgeb√ľhr kann zwischen 0 % und 40 % der Einnahmen frei entschieden werden. Um einen runden Wasserpreis zu erhalten, hat die Verwaltung in ihrer Berechnung einen Anteil von 18 % der Gesamtkosten auf die Grundgeb√ľhr umgelegt.

 

Im Anschluss an die Vorstellung der Kalkulation werden die vom Gemeinderat vorgebrachten Anfragen √ľber die √Ąnderung des Geb√ľhrenaufkommens dargestellt, wenn die Sanierung der Versorgungsleitungen der Ortschaft Finsing und die Erneuerung des Hochbeh√§lters √ľber einen Verbesserungsbeitrag abgerechnet werden und wie sich die √Ąnderung des kalkulatorischen Zinssatzes auf den Wasserpreis aus√ľbt.

 

Die von der Verwaltung vorgestellte Kalkulation ergibt einen Wasserpreis in H√∂he von 1,00 ‚ā¨/m¬≥ verkauften Wassers und folgender Grundgeb√ľhr nach Z√§hlergr√∂√üe Q3:

4 m¬≥/h = 40,40 ‚ā¨/Jahr, ¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ¬†¬†¬†¬†¬†10 m¬≥/h = 101,00 ‚ā¨/Jahr, ¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† 16 m¬≥/h = 161,60 ‚ā¨/Jahr,

25 m¬≥/h = 252,50 ‚ā¨/Jahr, ¬†¬†¬†¬†¬†¬† ¬†¬†¬†¬†¬†40 m¬≥/h = 404,00 ‚ā¨/Jahr, ¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† 63 m¬≥/h = 636,30 ‚ā¨/Jahr.

 

B√ľrgermeister Kressirer teilt mit, dass der Gemeinderat die grunds√§tzliche Entscheidung treffen muss, ob die Erneuerung von Rohrleitungen und der Neubau des Hochbeh√§lters √ľber Geb√ľhren finanziert werden.


Beschluss:

 

Der Gemeinderat beschlie√üt, f√ľr die Erneuerung und Verbesserung von Rohrleitungen sowie den Neubau des Hochbeh√§lters keine Verbesserungsbeitr√§ge zu erheben und diese Investitionssummen √ľber Geb√ľhren abzurechen.

 

Anwesend 16  :  Ja 15  :  Nein 1 

 

 

Beschluss:

 

Der Gemeinderat stimmt der von der Verwaltung vorgelegten Geb√ľhrenbedarfsberechnung f√ľr die Jahre 2017 bis 2020 zu.