Tagesordnungspunkt

TOP 3: Neubau einer 2,5-Feld-Sporthalle; Vorstellung des Vorentwurfes

BezeichnungInhalt
Sitzung:29.11.2016   SV/007/2016 
Beschluss:einstimmig beschlossen
Abstimmung: Anwesend: 8, Ja: 8, Nein: 0
DokumenttypBezeichnungAktionen

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrĂŒĂŸt der Schulverbandsvorsitzende Max Kressirer den Architekten Herrn Heilmaier von der Planungsgruppe Heilmaier, die nach DurchfĂŒhrung des VOF-Verfahrens den Auftrag fĂŒr die Architektenleistungen zum Neubau einer 2,5-Feld-Sporthalle erhalten hat.

 

Herr Heilmaier erlĂ€utert zum Einstieg, dass in den Planungen zur Parkplatzanlage bereits eine VorhalteflĂ€che fĂŒr eine Mehrfachturnhalle ausgewiesen wurde. Damals war noch nicht bekannt, ob es eine 2-, 2,5- oder 3-fach Turnhalle werden sollte. Nach einigen Besichtigungen und Kostenvergleichen hat sich der Gemeinderat schließlich fĂŒr eine 2,5-fach Turnhalle ausgesprochen. In einer solchen Halle können fĂŒr ca. 80 % aller Hallensportarten auch Turniere abgehalten werden. Die SchĂŒler werden durch einen Laubengang trockenen Fußes zu der Sporthalle gefĂŒhrt. Im ersten Planungskonzept war vorgesehen, die Umkleiden erdgeschossig auf der Ostseite der Sporthalle anzugliedern. Darunter wĂŒrden die GerĂ€terĂ€ume ihren Platz finden. Durch diese Planung entsteht allerdings eine ca. 5 m hohe und ĂŒber 45 m lange Wand. Diese Wand wĂŒrde kaum Fenster enthalten, da in Umkleiden und Duschen keine Fenster verbaut werden sollten. Nach Meinung des Architekten wirkt dies auf die angrenzende PausenhofflĂ€che sehr drĂŒckend.

In der weiteren Planung hat Herr Heilmaier die Umkleiden deshalb unterirdisch platziert. So gelingt es, dass der GebĂ€udekomplex ca. 9 m weiter vom Westtrakt entfernt ist. Zudem ist es nun möglich, an der Ostfassade der Mehrfachturnhalle große Fenster einzubauen, sodass man durch die Halle hindurch blicken kann und das GebĂ€ude nicht mehr so bedrĂ€ngend wirkt. Dieser Effekt wird auch durch das natĂŒrliche GefĂ€lle unterstĂŒtzt. Das gesamte GebĂ€ude wird so abgesenkt, dass es sich ideal in das GelĂ€nde einfĂŒgen lĂ€sst.

Der erdgeschossige Eingang zeichnet sich auf dem Grundrissplan als vorgelagerter Anbau vom HauptgebĂ€ude ab. In dem Anbau sind das Treppenhaus mit angegliedertem Aufzug, eine Garderobe und ein möglicher weiterer Raum als Lager oder TeekĂŒche vorgesehen. Durch einen gerĂ€umigen Gang kann die kleine ZuschauertribĂŒne mit ca. 122 SitzplĂ€tzen, aufgeteilt in 2 Sitzreihen, erreicht werden. Links und rechts von der TribĂŒne bleibt jeweils eine FlĂ€che frei, da die Sicht von den RĂ€ndern aus in die Halle nicht besonders gut ist. Durch die freien FlĂ€chen entsteht aber ein wertvoller Platz fĂŒr beispielsweise Aktionen wie Sektempfang oder kleine Snackausgaben und auf der anderen Seite könnte ein Moderator oder Schiedsrichter platziert werden. Die gesamte Halle wurde um 1 m verlĂ€ngert und das Spielfeld erreicht damit eine GrĂ¶ĂŸe von 45 x 22 m. Durch diese VerlĂ€ngerung ist es möglich, die Halle durch 2 VorhĂ€nge in drei Bereiche zu teilen, die zumindest fĂŒr den Schulsport ausreichende GrĂ¶ĂŸen haben. Jeder Bereich ist durch einen gesonderten Eingang erreichbar.

Die GerĂ€terĂ€ume im Untergeschoss sind so angegliedert, dass alle drei Bereiche mit 2 SchulsportgerĂ€teeinrichtungen bedient werden können, da keine TrennwĂ€nde in den GerĂ€terĂ€umen vorhanden sind. Damit es nicht mehr zu Unstimmigkeiten zwischen der Schule und Vereinen wegen den GerĂ€ten kommt, wurde ein zusĂ€tzlicher kleinerer GerĂ€teraum mit 34 mÂČ fĂŒr die Vereine vorgesehen.

Die Umkleiden könnten ĂŒber einen zusĂ€tzlichen sogenannten Stiefelgang erreicht und ĂŒber den Turnschuhgang in die Sporthalle wieder verlassen werden. Die Aufteilung in Stiefelgang und Turnschuhgang war frĂŒher notwendig, da die Böden in den Turnhallen empfindlicher waren. Heutzutage handelt es sich um PVC Böden, die wesentlich widerstandsfĂ€higer und unempfindlicher sind. Es besteht deshalb grundsĂ€tzlich kein Bedarf fĂŒr eine Errichtung eines zusĂ€tzlichen Stiefelgangs. Der Gemeinderat hat daher entschieden, auf den Stiefelgang zu verzichten.

Herr Heilmaier weist darauf hin, dass 4 Umkleiden geplant sind. Bei 2 Umkleiden wurden die WaschrĂ€ume etwas großzĂŒgiger vorgesehen, da davon auszugehen ist, dass die Spieler der Vereine die Duschen nach dem Training verwenden werden. Im Schulbetrieb werden die Duschen in der Regel seltener benutzt.

Die Sporthalle wird ĂŒber eine LĂŒftung, die ĂŒber dem Zuschauergang installiert wird, belĂŒftet. In den Umkleiden wird eine Abluftanlage mit WĂ€rmerĂŒckgewinnung eingebaut.

Um das gesamte GebĂ€ude zeitgemĂ€ĂŸ barrierefrei errichten zu können, ist ein Aufzug, ein Behinderten-WC, eine Behindertenumkleide und als zweiter Rettungsweg eine Notausgangsrampe vom Untergeschoss nach draußen vorgesehen.

Der Gemeinderat hat sich fĂŒr ein Kalzipdach als Pultdach mit einem Stehfalzdachsystem entschieden. Die Dachneigung betrĂ€gt hier mindestens 5 %. Um die Westfassade aufzulockern, sind 10 senkrechte Pfeiler mit einem Farbverlauf von dunkelrot bis hellgelb eingezeichnet.

Vom Gemeinderat wurde bereits entschieden, dass die Turnhalle nicht als VersammlungsstĂ€tte ausgebaut wird. Dies bedeutet, dass bei außerschulischen Veranstaltungen maximal 200 Personen gleichzeitig in dem GebĂ€ude anwesend sein dĂŒrfen. Bei schulischen Veranstaltungen gibt es keine Begrenzung der Personenanzahl.

 

BĂŒrgermeister Kressirer teilt abschließend mit, dass dem Mittelschulverband Finsing nur die Mietkosten fĂŒr eine 2-fach-Sporthalle in Rechnung gestellt werden. Die darĂŒber hinausgehenden Investitionskosten ĂŒbernimmt die Gemeinde Finsing als Anteil fĂŒr die Sportnutzung durch die Vereine.

 


Beschluss:

 

Die Schulverbandsversammlung stimmt dem Vorentwurf der Planungsgruppe Heilmaier zu.