Tagesordnungspunkt

TOP 2.1: Vorstellung und Beschlussfassung ├╝ber die Entwurfsplanung

BezeichnungInhalt
Sitzung:19.12.2016   GR/085/2016 
Beschluss:einstimmig beschlossen
Abstimmung: Anwesend: 16, Ja: 16, Nein: 0
DokumenttypBezeichnungAktionen

Der Gemeinderat hat sich zuletzt in der Sitzung am 10.10.2016 mit dem Bau einer Mehrfachturnhalle an der Grund- und Mittelschule befasst. Herr Architekt Heilmaier erl├Ąutert, dass sich im Vergleich zur Vorplanung keine erheblichen ├änderungen aus den Gespr├Ąchen mit den Fachplanern ergeben haben. Die Entwurfsplanung wurde deshalb auch gleich mit der Schule und einer Fachberaterin f├╝r Sport besprochen.

 

Zur Ausf├╝hrung des Rohbaus gibt es zwei verschiedene Bauweisen. Herr Heilmaier pl├Ądiert daf├╝r, die Mehrfachturnhalle oberhalb der erdangedeckten Bereiche aus Fertigbauteilen zu errichten. Die Bodenplatte und das Untergeschoss k├Ânnten mit Ortbeton und Zementputz ausgef├╝hrt werden. M├Âglicherweise k├Ânnen im Untergeschoss auch Halbfertigteile verwendet werden. Hierdurch k├Ânnte man sich das Verputzen der Ger├Ąter├Ąume sparen und der Unterhalt der W├Ąnde im Ger├Ąteraum w├Ąre kosteng├╝nstiger. Es muss allerdings noch gepr├╝ft werden, ob diese Variante kostenneutral gegen├╝ber einer Ortbetonbauweise ist. In Absprache mit der Schule hat man sich mittlerweile darauf verst├Ąndigt, dass die gr├Â├čere Ger├Ąteraumgruppe f├╝r Ballsportarten und die kleinere Ger├Ąteraumgruppe f├╝r Gymnastik verwendet wird. Die Vereine haben weiterhin ihren eigenen Ger├Ąteraum im S├╝den.

 

Im Bodengutachten wurde festgestellt, dass der Untergrund f├╝r den geplanten Bau nicht besonders geeignet ist. Der Gletscher, der in der Eiszeit den Endmor├Ąnenarm und die M├╝nchner Schotterebene entstehen lie├č, hat genau an der Stelle der Schule eine ung├╝nstige Schicht aus Verwitterungslehm hinterlassen. Diese Schicht muss vollst├Ąndig entsorgt werden, da sie nicht ausreichend tragf├Ąhig ist. Unter der Lehmschicht befindet sich ein heterogener Risskies, der eventuell teilweise f├╝r die Bauwerkshinterf├╝llung verwendet werden kann. Es ist aber dennoch ein Bodenaustausch von mindestens 60 cm Tiefe unter der Bodenplatte notwendig.

 

Herr Heilmaier erl├Ąutert abschlie├čend, dass der Gemeinderat eine Entscheidung ├╝ber den Sonnenschutz an der Westseite treffen muss. Hier gibt es zwei M├Âglichkeiten, entweder ein Sonnenschutzrollo mit horizontalen Lamellen oder feststehende vertikale Lamellen. Die Sonnenschutzrollos sind oft sehr windempfindlich und die Turnhalle ist aufgrund der exponierten Lage den Witterungseinfl├╝ssen ohne Schutz ausgeliefert. Bei einer Steuerung ├╝ber Windw├Ąchter ist zu bef├╝rchten, dass die Rollos relativ oft automatisch hochgefahren werden. Er w├╝rde deshalb f├╝r die feststehenden Aluminiumprofile pl├Ądieren. Diese haben auch den Vorteil, dass keine Wartung notwendig ist. Um die Abst├Ąnde und die Tiefe der Lamellen zu bestimmen, wurden f├╝r jede Jahreszeit der Stand und Zyklus der Sonne genau berechnet. Die Halle wird durch diese Variante immer ausreichend belichtet werden. Hingegen wird es in der Turnhalle ziemlich dunkel, wenn ein Rollo benutzt wird und dieser ganz geschlossen werden muss.

 

Der erste Entwurf der Kostenberechnung f├╝r die 2,5-Fach-Sporthalle schlie├čt mit knapp 5,0 Mio ÔéČ brutto inkl. Planungshonorar ab. Hierbei sind ca. 200.000 ÔéČ f├╝r Au├čenanlagen im n├Ąheren Umgriff des Geb├Ąudes enthalten.


Beschluss:

 

Der Gemeinderat beschlie├čt, den Sonnenschutz an der Westseite mit Hilfe von feststehenden Aluminiumprofilen auszuf├╝hren. Ansonsten wird der Entwurfsplanung zugestimmt.