Tagesordnungspunkt

TOP 2.3: Vorstellung der Elektroplanung

BezeichnungInhalt
Sitzung:19.12.2016   GR/085/2016 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Herr Wieder und Herr Lallinger vom Ingenieurb√ľro Wieder stellen die Elektroplanung vor. Die Anbindung an das Stromnetz des Versorgers erfolgt √ľber bereits verlegte Leerrohre. Diese wurden im Zuge des Parkplatzbaues ber√ľcksichtigt und verlaufen von der Neufinsinger Stra√üe bis knapp vor die Turnhalle. F√ľr die Halle ist eine eigene Stromversorgung, mit eigener Messung und Fehlstromschutzschaltungen f√ľr s√§mtliche Bereiche vorgesehen.

Die Verlegung der Leitungen und Kabel erfolgt zum gr√∂√üten Teil in abgeh√§ngten Decken in Kabelrinnen, oder mit Sammelbefestigungen an den Rohdecken. In notwendigen Treppenh√§usern und Fluren ist die Installation gem√§√ü dem Brandschutzkonzept durchzuf√ľhren. Im Bereich des Spielfeldes werden die Leitungen √ľberwiegend in Betonleerrohren bzw. hinter Prallw√§nden oder Leichtbauw√§nden erstellt. In dem Treppenhaus, den Fluren, Umkleider√§umen, Waschr√§umen und Lager/Technik werden √ľberwiegend Schaltungen mittels Pr√§senzmeldern vorgesehen. Die Steuerung der Turnhallenbeleuchtung erfolgt mittels Schaltvorrichtungen die in der Prallwand eingebaut sind. Diese werden neben den Zug√§ngen zu den drei Turnhallenbereichen angeordnet. Weitere Steuerungen f√ľr Trennvorh√§nge, Basketballk√∂rbe, Beschallung, etc. werden ebenfalls dort vorgesehen. F√ľr das Spielfeld ist eine Beleuchtung von 300 Lux vorgesehen. Um eine wettkampff√§hige Beleuchtung zu erhalten m√ľssen zus√§tzliche Lampen installiert werden, damit 500 Lux erreicht werden. Dies w√ľrde Mehrkosten in H√∂he von ca. 17.000,00 ‚ā¨ verursachen.

Die Elektroanlagen in der vorgestellten Ausf√ľhrung werden Kosten in H√∂he von 216.000,00 ‚ā¨ f√ľr Starkstromanlagen, 40.000,00 ‚ā¨ f√ľr Fernmelde- und informationstechnologische Anlagen und 35.000,00 ‚ā¨ f√ľr den Aufzug zuz√ľglich MWSt. und Planungskosten verursachen. Diese Kosten sind bereits in der Kostenberechnung des Architekten enthalten.

 

Abschlie√üend erl√§utert Herr Wieder noch die M√∂glichkeit, eine Photovoltaikanlage auf dem Turnhallendach zu installieren. Es ist ein Kalzipdach mit einem Gef√§lle von 5 % in Richtung Nordwesten vorgesehen. Um die j√§hrliche Einstrahlung der Sonne einigerma√üen ausreichend nutzen zu k√∂nnen, muss das Dach mit einer Aufst√§nderung von 30¬į - 40¬į in Richtung S√ľdwesten ausgestattet werden.

Solarenergie ist am wirkungsvollsten, wenn sie gleich selbst verbraucht wird. Dies entspricht auch dem Smart-Grid-Konzept des Bundes. Da nur ein kleiner Teil der produzierten Leistung als Eigenverbrauch f√ľr die Turnhalle genutzt werden kann, m√ľsste eine Verbindung zum Hauptgeb√§ude geschaffen werden, um dort die restliche Leistung als Eigenverbrauch nutzen zu k√∂nnen. F√ľr die Verbindung zwischen den Wechselrichtern in der Turnhalle und dem R√ľckspeisepunkt im Hauptgeb√§ude werden voraussichtlich 2 Leitungen mit ca. 100 Meter ben√∂tigt, wovon jeweils ca. 45 Meter durch das bestehende Schulgeb√§ude verlegt werden m√ľssen. Bei Leitungsf√ľhrungen durch Treppenh√§user und Flure, m√ľssen entsprechende Leitungsf√ľhrungskan√§le mit I90 Qualit√§t eingesetzt werden.

Durch die Geb√§udeausrichtung in Richtung Nordwest und die damit notwendige Aufst√§nderung der Photovoltaikmodule in Richtung S√ľdwest, sowie die zus√§tzliche Verkabelung in das Hauptgeb√§ude der Grund- und Mittelschule, ist mit hohen Zusatzkosten zu rechnen. Diese zus√§tzlichen Kosten verl√§ngern die Amortisationszeit der Photovoltaikanlage voraussichtlich um Jahre. Die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage ist somit in Frage gestellt. Des Weiteren muss ber√ľcksichtigt werden, dass sich durch die aufgest√§nderte Konstruktion die Windlast, welche sich auf die Module und das Dach auswirkt, stark erh√∂ht.

Herr Wieder empfiehlt deshalb, auf der Turnhalle keine Photovoltaikanlage zu installierten, sondern die Möglichkeiten auf dem Hauptgebäude der Grund- und Mittelschule Finsing zu ermitteln.