Tagesordnungspunkt

TOP Ö 2: 12. Änderung des Bebauungsplans "Neufinsing-SĂŒd"; Vorstellung der stĂ€dtebaulichen EntwĂŒrfe

BezeichnungInhalt
Sitzung:16.01.2017   GR/087/2017 
Beschluss:einstimmig beschlossen
Abstimmung: Anwesend: 16, Ja: 16, Nein: 0
DokumenttypBezeichnungAktionen

In der Sitzung am 20.06.2016 hat der Gemeinderat den Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum MĂŒnchen mit der Ausarbeitung eines Bebauungsplanentwurfes zur Nachverdichtung auf dem GrundstĂŒck Fl.Nr. 609, zwischen Kastanienweg 9 und dem Weiher am Sport- und Jugendheim in Neufinsing beauftragt. Zu diesem Tagesordnungspunkt begrĂŒĂŸt BĂŒrgermeister Kressirer nun Herrn Schaser vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum MĂŒnchen.

 

Herr Schaser stellt dem Gemeinderatsgremium die Planungen zur Nachverdichtung westlich des Weihers am Sport- und Jugendheim vor. Es handelt sich um eine FlĂ€che von insgesamt 2.473 mÂČ, die aktuell mit teilweise sehr hochwertigem Bewuchs versehen ist. Der bestandskrĂ€ftige Bebauungsplan „Neufinsing-SĂŒd“ sieht fĂŒr diese FlĂ€che einen Bauraum fĂŒr ein Einfamilienhaus vor. Die EigentĂŒmer des GrundstĂŒcks haben sich eine relativ dichte Bebauung mit 3 EinfamilienhĂ€usern und einem Mehrfamilienhaus mit 8 Wohneinheiten vorgestellt. Im Vorentwurf der EigentĂŒmer wird die Zufahrt ĂŒber einen EigentĂŒmerweg entlang des Weihers vorgesehen. Rein topographisch ist diese Art der Erschließung fĂŒr die GebĂ€ude nicht möglich, da der Höhenunterschied zwischen der WasserflĂ€che und dem Kastanienweg ca. 3 m betrĂ€gt und deshalb genau an der Stelle der vorgesehenen Straße die Böschung sehr steil ist. Außerdem ist nach Auffassung des Planungsverbandes die Stellplatzsituation sehr beengt.

Betrachtet man die unmittelbare Umgebung finden sich in dem Gebiet ReihenhÀuser, EinzelhÀuser, DoppelhÀuser und auch ein Mehrfamilienhaus. Die GrundflÀchenzahlen bewegen sich in einem Bereich zwischen 0,26 und 0,38. Unter Betrachtung dieser Gesichtspunkte hat der Planungsverband 2 Bebauungskonzepte erarbeitet.

 

Bei der Variante 1 wurde die Reihenhausstruktur westlich aufgegriffen und ein Reihenhauskomplex mit 4 Wohneinheiten in den nördlichen Bereich des GrundstĂŒcks gesetzt. Die Firstrichtung entspricht der bestehenden Firstrichtung Ost-West. Außerdem sind 3 EinfamilienhĂ€user vorgesehen. Die GebĂ€ude werden ĂŒber eine Stichstraße mit kleinem Wendehammer erschlossen, der nicht nur als VerkehrsflĂ€che betrachtet werden sollte, sondern auch als öffentlicher Aufenthalts- und Begegnungsraum. ZusĂ€tzlich zu den nachgewiesenen StellplĂ€tzen fĂŒr die WohngebĂ€ude können 3 öffentliche StellplĂ€tze geschaffen werden.

 

Bei der Variante 2 wurde eine dichtere Bebauung vorgesehen. Das Mehrfamilienhaus mit 7 Wohneinheiten rĂŒckt direkt an den Kastanienweg vor. Der First lĂ€uft in Nord-SĂŒd-Richtung. Die StellplĂ€tze fĂŒr das Mehrfamilienhaus werden in einer Tiefgarage nachgewiesen. Im nördlichen Bereich des GrundstĂŒcks sind die 3 EinzelhĂ€user geplant, die ebenfalls wie im 1. Entwurf ĂŒber eine Stichstraße mit Wendemöglichkeit erschlossen werden. Durch die Tiefgarage kann die Stellplatzsituation erheblich entspannt werden, da es möglich ist, im öffentlichen Straßenraum zusĂ€tzlich 8 öffentliche StellplĂ€tze zu schaffen.

 

Im Gemeinderat entsteht eine ausfĂŒhrliche Diskussion. Einige GemeinderĂ€te haben Bedenken, dass der Bau einer Tiefgarage aufgrund der Topographie zu kostenintensiv ist. Weiters wird darauf verwiesen, dass die Tiefgarage aufgrund der Böschungssituation in Richtung des Weihers offen sichtbar wĂ€re und eine massive Wirkung, bedingt durch die daraus resultierende Bauhöhe, hĂ€tte. Die Mehrheit spricht sich dafĂŒr aus, beide EntwĂŒrfe mit dem EigentĂŒmer zu besprechen. Sofern sich der EigentĂŒmer fĂŒr die Variante 2 ausspricht, soll eine Visualisierung ausgearbeitet werden. Anschließend ist die Angelegenheit dem Gemeinderat erneut zur Entscheidung vorzulegen.


Beschluss:

 

Der Gemeinderat beauftragt BĂŒrgermeister Kressirer, beide Entwurfsplanungen mit dem EigentĂŒmer der Fl.Nr. 609 zu besprechen. Sollte sich der EigentĂŒmer fĂŒr die Variante 1 entscheiden, wird der Planungsverband mit der Ausarbeitung eines Bebauungsplanentwurfs beauftragt. Sofern der EigentĂŒmer sich fĂŒr die Variante 2 entscheidet, wird der Planungsverband beauftragt, eine Visualisierung auszuarbeiten. Die hierfĂŒr notwendigen Vermessungsarbeiten sind vorzunehmen. Anschließend ist die Angelegenheit dem Gemeinderat zur Entscheidung vorzulegen.