OstAllianz denkt Mobilität neu: Auftakt für den MobilityHub München Ost im Feststadel Aschheim
Im Feststadel der Gemeinde Aschheim fand die diesjährige Frühjahrssitzung des interkommunalen Zusammenschlusses Stadt und Land München Ost e.V. (OstAllianz) statt. Neben den formalen Tagesordnungspunkten nutzte der Verein die Gelegenheit für den Auftaktworkshop zur inhaltlichen Ausgestaltung eines ambitionierten Projekts: dem MobilityHub München Ost.
Ein Hebel gegen regionale Verkehrsprobleme
Der zunehmende Pendelverkehr, hohe Verkehrsbelastungen auf Straße und Schiene sowie fragmentierte Verkehrsangebote stellen den Münchner Osten vor große Herausforderungen. Die OstAllianz, die sich als Plattform interkommunaler
Zusammenarbeit versteht, möchte einen konkreten Hebel ansetzen: mit der Entwicklung eines multimodalen Verkehrsknotens, der vorhandene Infrastrukturen vernetzt und innovative Mobilitätsangebote integriert.
„Unser Ziel ist es, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, die nicht nur technisch möglich, sondern auch regional tragfähig und umsetzbar sind,“ so Leonhard Spitzauer, Bürgermeister der Gemeinde Vaterstetten und Vorsitzender des Vereinsvorstands. „Die Verkehrsprobleme in unserer Region sind längst nicht mehr isoliert zu betrachten – sie betreffen uns alle.“
Auftakt in Aschheim: Ideensammlung mit Blick auf den Standort
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung erarbeiteten Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Verwaltungsmitarbeitende aus den 12 Mitgliedskommunen gemeinsam mit dem Projektbüro USP Projekte aus München erste inhaltliche Leitplanken.
Dr. Sonja Rube, Geschäftsführerin von USP und erfahrene Stadtplanerin, moderierte den Auftaktworkshop.
„Unser Ziel ist ein hochinnovatives, aber fundiertes und umsetzbares Konzept, das von allen Kommunen mitgetragen wird.Die Diskussionen heute waren ein wertvoller erster Schritt“, so Rube.
Erste Überlegungen zu potenziellen Standorten wurden in der Runde ebenfalls angestoßen. Dabei wurde deutlich, dass eine belastbare Entscheidung über den Standort nur auf Grundlage einer soliden Datengrundlage getroffen werden kann – etwa unter Berücksichtigung von Verkehrsdaten, Anbindung, Umsetzbarkeit und regionalem Bedarf. Die konkreten Anforderungen an einen möglichen Standort wurden daher zunächst bewusst offengelassen und sich verstärkt den kommunalen und regionalen Ansprüchen an eine solche Infrastruktur zugewendet.
Nächste Schritte und Ausblick
Die OstAllianz plant, das Projekt als IBA-Projektidee (Internationale Bauausstellung) einzureichen. Bis zur Präsentation beim Tag der Mobilität am 21. Oktober 2025 – erneut im Feststadel Aschheim – sollen die wesentlichen Elemente der Ideenskizze stehen.
Doch der Tag der Mobilität bietet mehr: Unter dem Motto „Region in Bewegung – Verkehrslösungen im Fokus“ bringt die OstAllianz erneut Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik zusammen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit in der Region zu stärken, aktuelle Mobilitätsprojekte sichtbar zu machen – vom MobilityHub über gemeinschaftsbasiertes Carsharing bis hin zu innovativen Forschungsansätzen – und Impulse für weitere interkommunale Initiativen zu setzen.

